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    <title>e0060053</title>
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    <item>
      <title>Die Reckahner Reflexionen – eine Ethik pädagogischer Beziehungen</title>
      <link>https://www.stephanportner.de/die-reckahner-reflexionen-eine-ethik-paedagogischer-beziehungen</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zehn Leitlinien, die die pädagogische Beziehung beschreiben
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Jahr 2017 wurde in dem kleinen aber geschichtsträchtigen Ort Reckahn in Brandenburg, die zehn Reckahner Leitlinien durch den Arbeitskreis Menschenrechtsbildung veröffentlicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zehn Leitlinien, die beschreiben, was ethisch in pädagogischen Beziehungen begründet und was ethisch unzulässig ist. Sie beruhen auf den Kinder- und Menschenrechten und sind damit kein nettes Add-On in pädagogischen Beziehungen, sondern Grundlagen für jegliche Interaktion zwischen Pädagogen und Kindern und Jugendlichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Formuliert wurden die Reckahner Reflexionen, nachdem man in unzähligen beobachteten Interaktionen (inzwischen an die 35.000 Fallvignetten; sie sind öffentlich einsehbar) festgestellt hat, dass 25 Prozent aller dieser Begegnungen zwischen Lehrer:innen und Schüler:innen als verletzend und davon sechs Prozent sogar als sehr verletzend einzustufen sind. Die Bandbreite der Verletzungen reicht von Ignorieren, Drohen, Ausgrenzen usw., bis hin zu Anschreien und Demütigen. Solche Handlungen sind sowohl nach den Kinderrechten (Diskriminierungsverbot (UN-Kinderrechteskonventionen, Artikel 2), Schutz vor Gewalt (Artikel 19) und anderen), als auch nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (§1631 Abs.2), in welchem dem Kind das Recht auf eine Erziehung unter Ausschluss von Gewalt in Form von körperlichen Bestrafungen, seelischen Verletzungen und anderen entwürdigenden Maßnahmen zugesprochen wird, verboten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sowohl in wissenschaftlichen Studien, in denen die Auswirkung von Gewalt in der Kindheit untersucht wird oder in welchen es um die neurologische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen geht, als auch in empirischen Erfahrungen aus der Therapie und Beratung, wurde gezeigt und erkannt, dass die Umsetzung, der Reckahner Reflexionen dazu führt, das Kinder zu körperlich, seelisch und geistig gesunden, selbstbewussten und gesellschaftlich verantwortlichen Menschen heranwachsen. Wir als Pädagog:innen haben es in der Hand, dass dies sicher geschieht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die zehn Leitlinien lauten folgendermaßen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was ethisch begründet ist:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ol&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kinder und Jugendliche werden wertschätzend angesprochen und behandelt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Lehrpersonen und pädagogische Fachkräfte hören Kindern und Jugendlichen zu.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei Rückmeldungen zum Lernen wird das Erreichte benannt. Auf dieser Basis werden neue Lernschritte und förderliche Unterstützung besprochen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Bei Rückmeldungen zum Verhalten werden bereits gelingende Verhaltensweisen benannt. Schritte zur guten Weiterentwicklung werden vereinbart. Die dauerhafte Zugehörigkeit aller zur Gemeinschaft wird gestärkt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Lehrpersonen und pädagogische Fachkräfte achten auf Interessen, Freuden Bedürfnisse, Nöte, Schmerzen und Kummer von Kindern und Jugendlichen. Sie berücksichtigen ihre Belange und den subjektiven Sinn ihres Verhaltens.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kinder und Jugendliche werden zu Selbstachtung und Anerkennung der Anderen angeleitet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ol&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was ethisch unzulässig ist:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ol&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es ist nicht zulässig, dass Lehrpersonen und pädagogische Fachkräfte Kinder und Jugendliche diskriminierend, respektlos, demütigend, übergriffig oder unhöflich behandeln.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es ist nicht zulässig, dass Lehrpersonen und pädagogische Fachkräfte Produkte und Leistungen von Kindern und Jugendlichen entwertend und entmutigend kommentieren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es ist nicht zulässig, dass Lehrpersonen und pädagogische Fachkräfte auf das Verhalten von Kindern und Jugendlichen herabsetzend, überwältigend oder ausgrenzend reagieren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Es ist nicht zulässig, dass Lehrpersonen und pädagogische Fachkräfte verbale, tätliche oder mediale Verletzungen zwischen Kindern und Jugendlichen ignorieren.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ol&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Obwohl die Fallvignetten aus der Schule stammen, hat man heute auch in anderen Studien nachgewiesen, dass die Zahlen zu verletzenden und sehr verletzenden Interaktionen in den Kitas vergleichbar sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es wird Zeit, daran etwas zu ändern, in Kitas und Schulen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 07 Aug 2023 14:58:45 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Lob oder Anerkennung</title>
      <link>https://www.stephanportner.de/lob-oder-anerkennung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auswirkungen von Lob auf das Leben von Kindern und Jugendlichen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lob wir allgemein als akzeptiertes oder sogar gewünschtes pädagogisches Mittel nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern auch im beruflichen Kontext von Vorgesetzten anerkannt und als die Möglichkeit gesehen anderen Menschen in ihren Anstrengungen anzuerkennen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit einiger Zeit gibt es jedoch neben Menschen, wie Jesper Juul und Gernot Grieger und anderen, die eine andere Sicht auf die Anwendung von Lob haben,auch mindestens zwei Studien, die Lob differenzierter sehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem kleinen Papier habe ich ein paar Gedanken, die wenigsten von mir (Quellen siehe unten) zusammengefasst. Diese Gedanken können zum Denken und Experimentieren im pädagogischen Alltag anregen und im besten Falle zu gleichwürdigen Beziehungen zwischen pädagogischen Fachkräften, Lehrkräften, Eltern und Kindern und Jugendlichen führen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Begriffsklärung: Was unterscheidet Lob von Anerkennung?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie ich den Begriff Loben und den Begriff Anerkennung verwende:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Beim Loben bewerte ich das Verhalten oder die Leistung eines Menschen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Verb loben hat sich aus dem althochdeutschen Verb lobôn (= loben, preisen, verherrlichen, empfehlen, jubeln) entwickelt, dessen grammatische Wurzel das ahd. Substantiv lob (= Lobgesang, Hymnus, Laudes, Dank, Beifall, Auszeichnung, Ruhm) ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (Wikipedia.de)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mein Gebrauch des Begriffes Anerkennung: Wenn ich Anerkennung gebe, wertschätze ich das Verhalten oder die Leistung, unabhängig davon, ob sie gut oder schlecht, hilfreich oder hinderlich war. (Landesjugendamt,19ff.)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was ist die Wirkung von Lob?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Folgenden einige Gedanken zur Auswirkung von Lob. Diese Auswirkungen können langfristig oder auch kurzfristig zu beobachten sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein wichtiger Gedanke, der beim Loben zu berücksichtigen ist, und dessen Autor ich leider nicht zuordnen kann, vielleicht war es Jesper Juul, vielleicht auch jemand anderes ist der folgende: Kinder können nicht unterscheiden, ob ihre Handlung oder ihre Person gelobt wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Häufig definieren wir einen Menschen über das was er leistet und nehmen ihn dadurch nicht mehr als Mensch war. (Juul, Aus Erziehung wird Beziehung)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Juul bringt in einem Buch das Beispiel, was zu Hause beim sehnsüchtigen Warten auf seine Mutter ein Bild malt, welches es der Mutter beim nach Hause kommen reicht. Die Mutter kommentiert das Bild mit den Worten: „Das hast du aber schön gemalt.“ Mit diesem Lob wird das Bild bewertet und das Kind außen vor gelassen. Sie hätte eher sagen können: „Du hast wohl ganz schön Sehnsucht nach mir gehabt. Ich freue mich auch ganz doll dich zu sehen.“ Damit hätte sie das Kind wirklich wahrgenommen. (Juul, 107)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gernot Krieger beschreibt die Wirkung von Lob folgendermaßen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gernot Krieger (gewaltbewusste Pädagogik) prägt den Begriff
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Bewertendes, preisendes Lob“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ‚Grundhaltung des Erwachsenen: „Ich beschenke dich.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aussage: „Das ist ja wunderwunderschön, was du da machst - ganz toll.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was damit ausgedrückt wird: Ich beschenke dich mal mehr, mal weniger, mal gar nicht. Ich fälle
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           das Urteil nach meinen ganz eigenen Vorstellungen, du bist nie sicher und wenn ich dich mal nicht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           preise, wirst du nicht wissen, woran es liegt und was du tun musst, um das große Lob
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wiederzuerlangen. Da du nicht weist, wie du zu der „Ehre“ kommst, wirst du befürchten müssen,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           dass du etwas falsch gemacht hast, wenn du für etwas, das du getan hast, nicht das ersehnte Lob
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           bekommst.‘ (Krieger, 7)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mögliche Folgen und Auswirkungen von Lob (in Stichworten)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           :
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kein wirklicher Kontakt zwischen Menschen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            sich wertlos fühlen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bewertung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Macht abhängig
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Anpassung an Erwartungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eigentätigkeit sinkt, extrinsische Motivation
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Unsicherheit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kontaktverlust zu sich selber
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Anspannung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Enttäuschung, wenn es ausbleibt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich versuche das gleiche wieder, und hoffe wieder Lob zu erhalten. (Kinder, die ein Bild nach dem anderen malen.)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lob und die Wirkung auf die anderen Kinder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Vor einiger Zeit räumten zwei Mädchen meiner Kindergruppe unaufgefordert das Spielzeugregal
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           auf. Ich lobte sie sehr, stellte ihren Fleiß und ihren Ordnungssinn heraus. Kurz danach beobachtete
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ich, wie ein Junge mit einer wütenden Handbewegung alle Gegenstände aus diesem Regal schob.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es stellte sich mir die Frage, was da gerade passiert war.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Landesjugendamt, 19)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Auswirkungen des Lobens in dieser Szene auf den Jungen könnten folgendermaßen beschrieben werden: Verunsicherung beim Jungen, weil die folgende Botschaft verstanden wurde: „Du bist nicht so ordentlich“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Laut Krieger ist das Gegenteil von Loben das bewertende, tadelnde Eingreifen:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gernot Krieger:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Bewertendes, tadelndes Eingreifen“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ‚Grundhaltung des Erwachsenen: „Ich wende mich gegen dich.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aussage: „Das ist aber gar nicht schön, was du da gemacht hast.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was damit ausgedrückt wird: Du hast etwas Schlechtes, etwas Böses getan. Du hättest es besser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wissen, du hättest es unterlassen müssen. Es ist nicht wahr, dass du nichts dafür kannst. Ich zeige dir
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           nicht meinen Schmerz oder meine Angst, ich zeige dir stattdessen meine Enttäuschung, meinen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Überdruss und Ärger. Ich erwecke in dir damit den Eindruck von Ablehnung oder sogar die Angst
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           vor Vergeltung.‘ (Krieger, 7)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Folgendes Beispiel zu „bewertendem, tadelndem Eingreifen“:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Luftroller I
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Dreijähriger schnappt sich den Luftroller, der im Kitagarten gerade frei geworden ist. Die
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erzieherin merkt an:„Pass auf, da fällst du runter…- warte mal, bis du größer bist und nimm dir
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           jetzt lieber das Rutschauto.“ Der Junge zögert. Als sich die Erzieherin einem anderen Kind
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           zuwendet, versucht er zaghaft, den Roller ins Gleichgewicht zu bekommen und stößt sich vorsichtig
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ab. Der Schwung reicht nicht, er kippt und landet auf dem Pflaster. Er weint. Die Erzieherin
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           bestätigt: „Na siehst du, ich hab Dir doch gesagt, du bist noch zu klein.“ Der Junge nimmt sich das
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Rutschauto und rollert lustlos über den Hof.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Landesjugendamt, 19)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f0ad03bf/dms3rep/multi/Belastunge.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vgl. Hüther (2006): "Angst und Selbstzweifel führen eher zur Vermeidung von neuen Herausforderungen. Die vom Kind empfundene Belastung erhöht die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns, verstärkt die negativen Erwartungen und bestätigt Angst und Selbstzweifel." (Landesjugendamt, 18)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bleibt die Frage, was man statt Loben und Tadeln tun kann, wenn man jemandem (Kind oder Erwachsenen Anerkennung geben möchte. Gernot Krieger erklärt dies folgendermaßen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gernot Krieger:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Beschreibend Anerkennung geben“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ‚Grundhaltung des Erwachsenen: „Ich beachte dich.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aussage: „Du hast ein Bild gemalt mit viel Rot und einem bisschen Gelb. Erzähl mir mal, was das
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ist.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was damit ausgedrückt wird: Ich gebe dir eine Rückmeldung zu deinem Tun und gebe den Dingen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Namen, um dich anzuregen. Gleichzeitig gebe ich dir damit die Sicherheit, dass du von mir
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aufmerksam begleitet wirst, und dass ich dich beim Erkunden der Welt unterstütze.‘ (Krieger, 7)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Luftroller II
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Dreijähriger schnappt sich den Luftroller, der im Kitagarten gerade frei geworden ist. Die
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erzieherin betrachtet ihn wohlwollend und nickt ihm lächelnd zu. Und los geht´s. Anfänglich droht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           der Roller nach rechts oder links wegzukippen. Das Koordinieren beider Beine mit dem Stehen auf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           dem Trittbrett und dem Schwungholen mit dem anderen Bein erfordert alle Aufmerksamkeit des
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kindes. Beim Hinschlagen hält das Kind die Rollergriffe fest umschlossen. Es steht sogleich wieder
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           auf und nimmt neuen Schwung. Dabei schaut der Junge die gesamte Zeit ernst und sehr gebannt auf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           den Lenker und die Strecke. Als der Roller nach einer Weile richtig „rund“ läuft und er längere
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Strecken mit dem Schwung des Beines auf dem Roller vorankommt, verändert sich sein
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gesichtsausdruck. Freudestrahlen, begleitet von Rufen: „Guck mal, wie ich fahre!“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (Landesjugendamt, 18)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Erzieherin könnte jetzt einfach sagen: „Ich sehe dich.“ oder „Du rollerst ja und hast richtig Freude und Spaß dabei.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die vom Kind bewältigte Situation, das Erleben gelungener Erkundung löst im Hirn das
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ausschütten von Serotonin und Dopamin aus, den sogenannten Glückshormonen. Diese Botenstoffe
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           befördern weitere Entdeckerlust und die Erfahrung des Kindes „Ich kann etwas schaffen.“ So wird
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           die in der folgenden Grafik skizzierte „Erfolgskette“ wieder aktiviert. (Landesjugendamt, 17; Vgl. Hüther, (2006)). Diese „Erfolgskette“ hat soviel Wirkung, dass es kein Lob von außen dazu braucht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f0ad03bf/dms3rep/multi/Geschafft.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vgl. (Hüther, 2006): "Die positive Erwartung seitens der Bindungsperson fördert Lust und Neugierde auf die Herausforderung beim Kind. Unterstützt vom eigenen Selbstvertrauen gelingt dem Kind die Bewältigung. Der Erfolg stärkt das Interesse an neuen Herausausforderungen. (Landesjugendamt, 17)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anerkennung geben
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Statt zu sagen: „Du bist so fleißig.“ könnte man beschreiben: „Du hast das Regal aufgeräumt und ich habe gesehen, wie du dir richtig Gedanken gemacht hast, wie du es einräumen kannst. Danke dafür.“ oder einfach nur „Danke“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Dinge, Handlungen und die Gefühle des Kindes beschreiben, anstatt sie oder das Kind zu bewerten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Studien
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.alltagsforschung.de/kindererziehung-lob-kann-sich-raechen/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.alltagsforschung.de/kindererziehung-lob-kann-sich-raechen/
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Letzter Aufruf: 31.1.2023
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.alltagsforschung.de/der-effort-effekt-warum-lob-auch-schaden-kann/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.alltagsforschung.de/der-effort-effekt-warum-lob-auch-schaden-kann/
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Letzter Aufruf: 31.1.2023
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Literatur
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Juul, Jesper; Jensen, Helle (2019); Vom Gehorsam zur Verantwortung. Wie Gleichwürdigkeit in der Schule gelingt, Beltz Verlag Weinheim Basel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Juul, Jesper (1997); Dein kompetentes Kind, Rowohlt Verlag Reinbek bei Hamburg
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Juul, Jesper: Aus Erziehung wird Beziehung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=6szK0UC1cJU" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.youtube.com/watch?v=6szK0UC1cJU
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Letzter Aufruf 30.1.2023
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Krieger, Gernot (2023);
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://gernot-krieger.de/gk/wp-content/uploads/2021/10/Gewaltbewusste-Paedagogik-2021-10.pdf" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           http://gernot-krieger.de/gk/wp-content/uploads/2021/10/Gewaltbewusste-Paedagogik-2021-10.pdf
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Letzter Aufruf: 24.1.2023
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Landesjugendamt (2009); Respektvoller Umgang mit Kindern, Erziehungsmittel unter der Lupe
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Suche uber: www.mbjs.brandenburg.de → Suche: Respektvoller Umgang mit Kindern =&amp;gt;
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://mbjs.brandenburg.de/sixcms/media.php/bb2.a.58134.de/Respektvoller%20Umgang.pdf" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://mbjs.brandenburg.de/sixcms/media.php/bb2.a.58134.de/Respektvoller%20Umgang.pdf
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Letzter Aufruf: 24.1.2023
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hüther, Gerald und Quarch, Christoph (2018): Rettet das Spiel!: Weil Leben mehr als Funktionieren ist; Btb Verlag München
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hüther, Gerald (2006): Einführung in die Neurobiologie für Pädagogen, Therapeuten und Lehrer, DVD/Jokers edition,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://www.auditorium-netzwerk.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           www.auditorium-netzwerk.de
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wikipedia,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lob" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://de.wikipedia.org/wiki/Lob
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , Letzter Aufruf 24.01.2023
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            DRK: Was MACHT was?!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://drk-wohlfahrt.de/fileadmin/user_upload/Curriculum__Was_macht_was/4.Was-MACHT-was__-Modul-EinPRAEGsam.pdf" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://drk-wohlfahrt.de/fileadmin/user_upload/Curriculum__Was_macht_was/4.Was-MACHT-was__-Modul-EinPRAEGsam.pdf
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Letzter Aufruf: 31.1.2023
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f0ad03bf/dms3rep/multi/Anerkennung.jpg" length="6837" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 31 Jan 2023 20:01:50 GMT</pubDate>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f0ad03bf/dms3rep/multi/Anerkennung.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f0ad03bf/dms3rep/multi/Anerkennung.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Alle kennen es! Aber wer kann es? Das Aktive Zuhören 2.Teil</title>
      <link>https://www.stephanportner.de/aktiveszuhoeren2</link>
      <description>Hier gibt es ein Beispiel, wie sich das Aktive Zuhören angewendet anhören kann.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wirklich zuhören - in der Praxis
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Den Besuch der Insel eines anderen Menschen nennt man gerne auch Empathie. Menschen sind nach der Neurobiologie zu Empathie fähig, nach aktuellen Studien bereits Kleinkinder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Wie wir uns einem anderen Menschen empathisch zuwenden können, ist so einfach wie kompliziert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             Wenn uns ein Mensch etwas erzählt, dann hören wir einerseits Worte und Gedanken, die er oder sie ausspricht. Dann schwingen aber immer auch Gefühle und Emotionen zwischen dem Gesagten mit. Manchmal werden diese Dinge auch von unserem Gegenüber ausgesprochen. Nehmen wir an jemand erzählt von einer Bergwanderung und spricht davon, dass ihn diese Bergwanderung sehr angestrengt hat. Dann kann man diese Anstrengung einerseits den Worten entnehme, aber auch an der Mimik und Gestik und der Art und Weise der Erzählung ablesen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Um Empathie zu zeigen, kann man nun das, was man an Worten und Gedanken, aber auch das, was man zwischen den Worten wahrnimmt, mit eigenen Worten wiederholen. Wenn also von der Bergwanderung erzählt wird und was die Erlebnisse waren, die mein Gegenüber auf dieser Wanderung durchlebt hat, dann könnte man das einfach wiederholen, man könnte aber auch wiederholen, dass die Wanderung für unseren Gegenüber anstrengend aber auch ein besonderes Erlebnis war. Wir wiederholen Gesagtes und auch anderes, welches wir durch Einfühlen in unseren Gesprächspartner erfahren haben, mit eigenen Worten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Dies könnte beispielsweise so klingen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Wanderer: „Auf unserer Wanderung sind wir einen schmalen Grat entlang gewandert, bei welchem es rechts und links mehrere hundert Meter ziemlich steil bergab ging.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Empathisch Zuhörender: „Ihr seid auf einem schmalen Grat entlang gegangen und es hört sich für mich so an, als war das mit einiger Herausforderung und auch etwas Angst für dich verbunden, weil es auf beiden Seiten steil nach unten ging.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Wanderer: „Ja, genau. Ich musste zusammen nehmen und mich auf den Weg konzentrieren, weil ich leicht unter Schwindelgefühlen leide.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Wie hier deutlich wird, wiederholt der Zuhörende mit eigenen Worten oder auch wortwörtlich die gehörten und wahrgenommen Gedanken, und Emotionen des Wanderers. Alle eigenen Gedanke und Erfahrungen – wie ist das bei mir mit Schwindelgefühlen, oder wann habe ich letztens eine Wanderung gemacht, oder wann ich in den Alpen war usw. - ist nicht Teil dieses Gespräches und wird zurück gehalten. Auch jede Form von Fragen gehört nicht dazu. Mit Ausnahme von Fragen in der Form: „Habe ich dich/Sie richtig verstanden...“ Das ist wichtig, wenn man diese Form des Zuhörens anwenden will und die Insel meines Mitmenschen besuchen möchte..
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             Nun zu dem, warum diese Form des Zuhörens und Wiederholens so kompliziert ist. Einen Punkt habe ich schon genannt. Wir wollen gerne unsere Gedanken und Ideen zum Gespräch beisteuern, also von uns erzählen, damit verlieren wir aber den Kontakt zum Anderen, bzw. verlassen seine Insel wieder und erzählen von unserer. Der zweite Punkt ist der, dass uns das Wiederholen von Gehörtem extrem schwer fällt, weil wir den Eindruck haben, dass es sich um Nachäffen handelt. Wir haben gelernt, dass wir etwas wiederholen müssen, wenn wir nicht aufgepasst haben. Das Wiederholen, von Dingen, die wir doch nach unserem Dafürhalten sicher verstanden haben, ist nach meiner Erfahrung mit Hemmungen verbunden. Vielleicht könnte uns unser Gegenüber als ein bisschen meschugge bezeichnen, wenn wir das wiederholen, was er gerade gesagt hat.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Wenn es gelingt, diese Bedenken mal zur Seite zu stellen und das empathische Zuhören anzuwenden, werden wir ganz unterschiedliche Erfahrungen machen. Bei jungen Kindern geht es sehr gut: „Du bist ganz traurig, weil du Sehnsucht nach deiner Mutter hast?“ „Ja, sie ist die ganze Woche auf einer Reise.“ Bei fremden Menschen kann man es auch gut anwenden. Bei einem nahestehenden Menschen ist es fast unmöglich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             Ich möchte Euch einladen es bei nächster Gelegenheit aus zu probieren. Vielleicht wird es am Anfang komisch und ungewohnt sein, aber durch etwas Übung und durch den Erwerb eines eigenen Stils - dieser ist unabdingbar - wird diese Form des Zuhörens zu einer neuen Form der Begegnung mit anderen Menschen führen. Bei mir ist es so gewesen, dass aus einem Handwerkszeug im Laufe der Zeit eine Haltung geworden ist, die mir erlaubt, auf Menschen empathisch, mit Einfühlungsvermögen zu zugehen. Es bereichert mein Leben und die Begegnung zu Menschen werden bedeutsamer.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wenn du Lust bekommen hast und neugierig geworden bist, lies einfach weiter ...
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 09 Jan 2023 17:17:32 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f0ad03bf/dms3rep/multi/8_Blog-24429f46.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Alle kennen es! Aber wer kann es? Das Aktive Zuhören 1.Teil</title>
      <link>https://www.stephanportner.de/aktiveszuhoeren1</link>
      <description>Was ist das Aktive Zuhören und welche Aufgabe kann es bei der Beziehungsgestaltung haben</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zuhören um wirklich zu zuhören - nicht um zu antworten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich möchte euch heute den ersten Teil zu einem kleinen Handwerkszeug vorstellen. Dieses kleine Handwerkszeug könnte im Laufe der Zeit zu einem Teil von Euch werden, wenn ihr es für euch andere zufriedenstellend handhaben wollt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus meiner Praxiserfahrung als ehemaliger Lehrer, als jemand der Menschen berät und in Kommunikation unterrichtet, ist das Zuhören eines der grundlegendsten Dinge für einen konstruktiven Beziehungsaufbau, und zwar in allen Situationen, in denen eine Schülerin oder Schüler, einen Kollegin oder ein Kollege oder Eltern etwas an Sie herantragen. In meiner Praxis musste ich immer wieder feststellen, dass die wenigsten Menschen wirklich nur zuhören können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei meine ich Zuhören so, dass ich ganz beim Anderen bin, dass sie sich ernst- und wahrgenommen fühlt, weil sie mein Interesse und Aufmerksamkeit spürt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich möchte Euch das mit folgendem Bild verdeutlichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f0ad03bf/dms3rep/multi/Inseln.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Stellt Euch eine Insel vor. Auf dieser Insel wachsen vielleicht Palmen, es gibt weißen Strand und besonders große und farbige Blumen. Insgesamt ist die Insel ziemlich flach. Türkisfarbenes Wasser plätschert in kleinen Wellen an den Strand. Ortswechsel. Eine andere Insel. Dort gibt es Berge und Bäume mit knorrigen Ästen, insgesamt ist alles saftig grün. Die Blumen tragen sehr große Blüten und große Blätter. Die Küste ist eher ein Ufer, das Wasser blau. Zwei Orten, die sehr verschieden sind. Diese beiden Inseln können für das Innenleben von zwei Menschen stehe, mit seinen Werten, Erfahrungen, Gefühlen und Ansichten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Den größten Teil der Zeit befinden wir uns auf unserer Insel, die wir insgesamt ziemlich gut kennen, da wissen wir, wo was ist, wie sich was anfühlt usw. Da wir auf unserer eigenen Insel sind, können wir die anderen Inseln zwar sehen, aber nur wenig Details wahrnehmen. Haben wir aber Interesse an der Insel eines anderen Menschen, so können wir uns, im Bilde gesprochen in ein Ruderboot (gerne auch Motorboot) setzen und zur Insel eines anderen Menschen hinüber fahren. Dort angekommen, hängt der Besuch davon ab, ob wir an Land gehen dürfen. Das wiederum hängt von zwei Dingen ab, davon, ob der andere uns einlädt und davon, ob wir uns so verhalten, dass der andere uns einladen möchte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sind wir einmal eingeladen worden, dann gehört es, wie bei jedem Besuch bei einem Gast, zum guten Ton, nicht neugierig auf der ganzen Insel herum zulaufen und den/die Gastgeber*in mit Fragen nach dem wo und was zu fragen, sondern wir begleiten die Gastgeberin bei den Dingen, die sie uns auf ihrer Insel zeigen möchte. Ebenfalls ist es eher hinderlich, wenn wir zu den Dingen, die uns unser Gastgeber zeigt, Kommentare abgeben, oder eigenen Geschichten erzählen – dann wären wir schon wieder auf unserer Insel. Wir halten alle unsere eigenen Gedanken, Sichtweisen, Bewertungen und Meinungen zurück und folgen dem Gastgeber, der Gastgeberin mit Interesse und Aufmerksamkeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im nächsten Blogbeitrag gibt es eine konkrete Anleitung, wie man sich auf die Insel des anderen begeben kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wenn du Lust bekommen hast und neugierig geworden bist, lies einfach weiter ...
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 09 Jan 2023 17:17:32 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Gleichwürdige Führen ohne Schuldgefühle</title>
      <link>https://www.stephanportner.de/fuehren</link>
      <description>Wie es gelingt die Macht der Erwachsenen für eine gleichwürdige Führung einzusetzen</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erwachsene verantworten die Beziehung - was hilfreich sein könnte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Kinder brauchen heute dringend Erwachsene mit Beziehungskompetenz. Erwachsene, die in einer Art und Weise führen können, dass sich beide wohl fühlen und sich keiner schuldig fühlen muss.“ (Zitat: Jesper Juul, dänischer Familientherapeut)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Aussage von Jesper Juul begeistert mich total. Sie deutet darauf hin, dass wir als Erwachsene, sei es Eltern, Lehrerinnen und Lehrer oder Erzieher*innen die Beziehung zu den Kindern und Jugendlichen so gestalten sollten, dass sich nicht nur die Kinder wohlfühlen, sondern auch die Erwachsenen. Es geht um einen Dialog und Gleichwürdigkeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aus meiner Erfahrung ist es gar nicht so einfach zu wissen, was ich als Mensch brauche, um mich wohl zu fühlen. Häufig meinen wir, dass die anderen dafür verantwortlich sind, da kann man aber manchmal ganz schön lange warten. Also könnte ich das selber in die Hand nehmen und für mein Wohlbefinden sorgen, im besten Falle ohne andere dabei zu beeinträchtigen. Manchmal können andere mich auch unterstützen oder etwas tun oder sagen, was zu meinem Wohlbefinden beiträgt. Das geschieht am ehesten, wenn ich darum bitte, es aber nicht einfordere. Es gibt aber auch viele andere Dinge, die man selber tun oder lassen kann, damit man sich gut und zufrieden fühlt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich merke manchmal, dass Menschen, mit denen ich spreche, mit dem „Für-sich-selber-sorgen“, eher Egoismus verbinden. Egoismus hingegen, bedeutet für mich, dass meine Mitmenschen einen Nachteil dadurch erleiden, dass ich meine Dinge durchsetze. Das meine ich nicht und davon möchte ich mich auch distanzieren. Ich halte das „Für-sich-selber-sorgen“ für eine wichtige Voraussetzung für eine konstruktives Zusammenleben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nehmen wir nun mal an, dass ich so gehandelt habe, dass ich zufrieden bin und mich wohlfühle. Nach meiner Erfahrung fällt es nun viel leichter andere Menschen und deren Anliegen und Bedürfnisse wahrzunehmen und auch erfüllen zu können, wenn ich das möchte. Dies gilt auch für die Bedürfnisse der Kinder und Jugendliche, die tagtäglich und sehr deutlich ihre Bedürfnisse und Anliegen äußern. Bin ich nun als Erwachsener mit mir und meiner Situation zufrieden, kann ich ganz anders auf diese Anliegen und Bedürfnisse der jungen Menschen eingehen. Ich werde für mich prüfen, ob ich diese Anliegen und Bedürfnisse erfüllen möchte, ich werde im Gespräch mit den Kindern und Jugendlichen herausfinden, was sie bewegt, wie wichtig ihnen ihr Anliegen ist und vielleicht auch eigenen Gedanken und Ideen dazustellen. Dann werde ich entweder, nach einer Zeit des Überlegens oder auch gleich eine Entscheidung fällen, oder ich werde die Entscheidung den Jugendlichen oder auch den Kindern überlassen. Das ist aus meiner Sicht eine authentische und wertschätzende Führung, bei der das Gegenüber wahr- und ernst genommen wird. Ich werde die Kinder und Jugendliche für das, was sie wollen nicht innerlich oder durch Worte verurteilen. Die Beziehung wird auf Augenhöhe von mir als Erwachsener gestaltet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Konkret, und dabei ist das nur eine kleine Möglichkeit aus der unendliche Fülle gleichwürdiger Interaktionen könnte ein solcher Dialog folgendermaßen aussehen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schüler: Herr Meyer, ich habe gestern keine Hausaufgaben machen können.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lehrerin: Ich verstehe, du warst gestern mit anderen Dinge beschäftigt, die dir keine Zeit für die Hausaufgaben ließen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schüler: Ja, ich war noch beim Sport und musste dann meine kleine Schwester noch bei ihrer Freundin abholen. Ich war dann so müde, dass ich mich nur noch ausruhen konnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lehrerin: Das hört sich nach ´ner Menge Programm an. - Wie machen wir das mit den Hausaufgaben?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schüler: Ich könnte Sie nachholen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Lehrerin: Bis wann würdest du das den schaffen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schüler: Ich könnte das bis morgen machen, heute habe ich Zeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lehrerin: Bitte prüfe mal ob das realistisch ist, ich möchte morgen nicht nochmal hier stehen, um zu hören, dass du es nicht geschafft hast.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schüler: Ich denke schon, dass ich das hinbekomme.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lehrerin: Hast du auch alles verstanden, was du für die Hausaufgaben brauchst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schüler: (denkt nach) ja, ich glaube schon. Sonst könnte ich ja auch noch Anton fragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lehrerin: ok.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wahrscheinlich werden die Hausaufgaben da sein, es kann aber auch vorkommen, dass nochmal was dazwischen kommt. Kehren solche Situationen häufig wieder, ist es möglicherweise angesagt, sich für den Schüler nochmal anders zu interessieren und etwas über sein Leben und sein Umfeld und seine Gedanken und Sorgen in Erfahrung zu bringen. Das heißt ein oder mehrere Gespräche zu führen. Ihn nicht zu verurteilen, weil das auch nichts ändert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Schwierigkeit gibt es noch. Manchmal trifft man als Erwachsener nach einem Dialog, wie er oben exemplarisch dargestellt wurde, Kraft seiner Macht eine Entscheidung, die nicht den Anliegen der Kinder oder Jugendlichen entspricht (z.B. Ja, ich verstehe, ich verstehe, dass ihr jetzt gerne nach Haus gehen würdet. Ich möchte jetzt aber meinen Unterricht machen, weil ich sonst befürchte nicht mit dem Stoff durchzukommen. Oder so ähnlich), dann werden einzelne oder mehrere Kinder möglicherweise traurig oder gar frustriert sein, weil sie sich auf Unterrichtsausfall gefreut hatten. Das auszuhalten, ist für uns Erwachsene manchmal gar nicht so einfach. Halten wir es ohne Vorwürfe, oder Kommentare („Jetzt hör mal auf zu hier herum zu meckern.“) aus, dann wird dadurch die Beziehung zu den Kindern nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die Kinder erfahren, dass sie etwas nicht bekommen, dass sie dann auch traurig oder frustriert sein dürfen, aber deswegen nicht falsch oder minderwertig sind, weil sie ihren Frust zeigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie brauchen, je nach Situation ein wenig Zeit, um sich an den Gedanken und die Entscheidung zu gewöhnen, wie wir Erwachsene ja auch an vielen Stellen, wenn über uns entschieden wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kinder lernen durch dieses Vorgehen, dass dort ein Mensch steht, der sich Gedanken macht, der mich wahrnimmt, der aber auch Entscheidungen trifft. Kinder lernen, dass ein „Nein“ nicht bedeutet, dass sie falsch sind oder etwas falsch gemacht habe, sie brauchen sich nicht schuldig zu fühlen, ebenso, wie die Erwachsenen die „Nein“ sagen sich nicht schuldig fühlen müssen, weil das Kind frustriert ist. Wenn es so gelingt bleibt die konstruktive Beziehung erhalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In allen diesen Gesprächen und Begegnungen werde ich als Erwachsener als ein Mensch mit Grenzen mit Gedanken mit Gefühlen und was noch dazugehört, von den Kindern wahrgenommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 09 Jan 2023 17:17:31 GMT</pubDate>
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